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Text von Sven Salkin
Als ich Markus frage:
"Nehmen wir an, du wärst eine Zahnpasta.
Was ist es, das dich von anderen Zahnpasta-Marken unterscheidet, warum sollte ich dich auf meine Zahnbürste schmieren? Mit anderen Worten: Was macht dich als Schauspieler aus?" - da sieht er mich an und wird nachdenklich.

Er ist eben kein Werber (wie ich). Irgendwann, nach meinem fünften Nachbohren, sagt er: "Du wirst von mir niemals hören, dass ich mich oder meine Leistungen für fantastisch halte; es geht darum, alles zu geben, und das mit Leidenschaft. Und es geht um Entwicklung, in der Rolle genauso wie im Leben."

Diese Bescheidenheit hat mich beeindruckt. Schließlich kenne ich ihn seit 12 Jahren und weiß, mit welch enormem Engagement er seinen Beruf lebt. Schauspieler ist er mit Haut und Haaren, mit Leib und Seele, und schon einige Male hat er mir erzählt, wie er an seine Grenzen und darüber hinaus gegangen ist, um seine Rollen mit Leben zu füllen. Halbe Sachen sind nicht "sein Ding". Das habe ich immer gespürt, wenn ich im Publikum saß.

Immerhin, einiges erfahre ich doch noch von ihm. Er erzählt von seiner Wandlungsfähigkeit, die seine Regisseure für außergewöhnlich halten. Oder davon, dass man seine stimmlichen Qualitäten und sein Moderationstalent sehr schätzt. Sein Temperament beschreibt er als quirlig und aufgeweckt, clowneske Züge zeichnen ihn ebenso aus wie tiefgründige und melancholische (was ich alles bestätigen kann!). "Schreib auf jeden Fall etwas über meine Anpassungsfähigkeit; dass ich kreativ und eigenständig in der Rollenfindung bin und dennoch jederzeit offen für Anregungen, Kritik und Neues." Ein Wunsch, den ich Markus gerne erfülle. "Tja, das war schon das Wichtigste. Wenn du zuviel schreibst, bleibt ja für das Vorsprechen nichts mehr übrig!", lächelt er mich an.

"Gut", antworte ich, "dann hören wir eben hier auf. Der Text ist ja auch lang genug."